Radreise durch die Toskana
1. Juli 2009

Paradies Toskana
Für die Radreise durch die Toskana sollte man schon eine gute Portion an Kraft und Ausdauer mitbringen. Die sanften Hügelketten machen die Toskana zwar zu einer einzigartigen Landschaft, sorgen aber auch für ein ständiges Bergauf und Bergab. Für den Aktivurlauber der zwischen Siena, Florenz und Pisa mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird die Reise schon ganz nett anstrengend.
Kaum hat man den ersten Hügel im kleinen Gang genommen, folgt die rasche Abfahrt mit einem kühlen Fahrtwind und schon geht es im Schneckentempo wieder Bergauf. Glücklich können sich da diejenigen schätzen, die eine geführte Radtour durch die Toskana gebucht haben und nicht das Gepäck noch in den Satteltaschen transportieren müssen. Vor allem im Hochsommer sind die Temperaturen schweißtreibend, genügend Trinkwasser sollte von daher nicht fehlen.
Trotzdem lohnt die Radreise durch die Toskana, kaum hat man die Berggipfel erklommen, bieten sich fantastische Ausblicke über Olivenhaine und sattgrün leuchtende Weinreben. Zudem kann man die Geschichte in der Toskana fast atmen. So manches Kleinod, wie das Burgdorf Monteriggioni erscheint dem Betrachter wie ein Foto aus dem Postkartenalbum. Umgeben von mächtigen Mauern mit gut erhaltenen Toren und Wachtürmen, wurde die Festung vom nahegelegenen Stadtstaat Siena Anfang des 1300 Jahrhunderts, als Wachposten gegen den Erzfeind Florenz gebaut. Heute befinden sich typisch Lokale und Tavernen in dem schön restaurierten Burgdorf, die köstliche Spezialitäten wie Crostoncini, Pasta, gebackene Auberginen oder ein sehr zartes auf Holzgegrilltes Filet das „Bistecca florentina” bieten. Dazu gibt es natürlich ein Gläschen Rotwein, denn schließlich befindet man sich an der Grenze zum Kernland des Chiantis.
Für die Erkundung der Chianti Region folgt man dem Werbebanner des Chiantis, einem schwarzem Hahn, dem Gallo nero, der von einem roten Kreis eingerahmt ist. Auf den kleinen Nebenstraßen der Chianti-Classico-Tour bieten die Winzer der Region ihren Wein im Direktverkauf an.
Es gibt so viele wunderschön Städte, Landschaftgen und Plätze in der Toskana, dass man kaum sagen welche ist die sehenswerteste oder schönste. Die Piazza della Signoria in Florenz, der Campo in Siena oder doch die Piazza die Cavalieri in Pisa. Das muss der interessierte Besucher schon selber entscheiden.

Landschaften der Toskana
Viele Reiseveranstalter folgen dem Trend zur Radreise durch die Toskana und bieten Touren an, bei denen die Hotels bereits vorgebucht sind und man sich nicht um den Transport des Gepäcks und Taschen kümmern muss. Die täglichen Etappen sollten zwischen 50 und 60 Kilometer liegen, so ist man ausreichend flexibel in der Zeit und kann sich die eine oder andere Köstlichkeit der Region gönnen.
Die toskanische Küche hat da einiges an Spezialitäten zu bieten. Da man beim Radeln ordentlich Kalorien verbrennt, muss man auch nicht sofort an die nächste Diät denken und kann guten Gewissens in einer gemütlichen Osteria oder Tratoria die Gaumenfreuden genießen.
Rad Reisen werden von etlichen Reiseveranstaltern für unterschiedliche Regionen auch in Deutschland angeboten. Die Radreise durch die Toskana ist sicherlich ein highlight.