Mit Ibsen auf die Skipiste in Norwegen
29. März 2010
Cornerstone - pixelio.de
Ein Skiurlaub in Norwegen ist für unsere Familie einfach das Nonplusultra. Das erste Mal sind wir hingefahren, als die Kinder noch klein waren. Unsere Wahl fiel auf Morgedal. Das war damals vor über 20 Jahren noch ein ganz unbekannter Ort. Wir haben ihn eigentlich nur ausgesucht, weil er ganz in der Nähe von Skien liegt, dem Geburtsort von Henrik Ibsen. Meine Frau hat ihre Magisterarbeit über Ibsen geschrieben und wollte gern mal sein Geburtshaus besuchen. Wir konnten ja nicht ahnen, dass damit unser Urlaubsschicksal für die nächsten zwei Jahrzehnte besiegelt war. Morgedal hat uns von Anfang an fasziniert, weil es neben den ausgezeichneten Ski-Möglichkeiten, die es bietet, einfach so urgemütlich ist.
Wir hatten von Deutschland aus über den Tourismus-Verband ein Ferienhaus gemietet. Es hat uns echt die Sprache verschlagen, als wir es dann das erste Mal betreten haben. Jedes Zimmer war so eingerichtet, dass man sich sofort darin wohlfühlen musste. Das Haus war blitzsauber und wunderbar mit allem ausgestattet, was man im Skirlaub braucht. Der Tourismus-Verband hatte uns zur Begrüßung einen Plan aller verfügbaren Pisten und Loipen bereitgelegt; unsere Vermieter steuerten einen Merkzettel bei, auf dem vom Arzt für den Notfall über den Dorfladen bis hin zum nächstgelegenen Kerzenzieher alles vermerkt war, was auch nur irgendwie von Interesse hätte sein können.
Morgedal hat übrigens nie zurückgeschaut. Das Dorf hat sich mittlerweile zu einer kleinen Stadt entwickelt und gilt heutzutage als Begründer des Ski-Tourismus in Norwegen. Morgedal ist natürlich größer geworden, seinen ursprünglichen Charakter aber hat der Ort nie verloren. Bis heute fühlen wir uns wie zu Hause, sowie wir dort angekommen sind.
